Tu es einfach - Die magische Kraft der eigenen Handlung

Tu es einfach! Die magische Kraft der eigenen Handlungen

Dein Weg zur persönlichen Meisterschaft

„Tu es einfach!“An sich bin ich kein Freund von Aufforderungen. In diesem Fall allerdings schon. Denn ohne eigenständige Handlung ist keine eigene Erfahrung möglich. Ohne eigene Erfahrung gewinnst du keine Erkenntnis und ohne Erkenntnis ist kein Fortschritt bzw. kein persönliches Wachstum möglich.

Für viele Menschen allerdings ist genau dieses Handelndas größte Hindernis auf dem Weg zu einem selbstbestimmten, erfüllten Leben, zu persönlichem Wachstum oder zur Meisterschaft auf einem Gebiet.

Menschen gehen gerne den bequemsten Weg. Aus diesem Grund verdienen so viele Menschen mit der „Wunderpille“, die schnellen Erfolg, schnelles Abnehmen ohne Nebenwirkung etc. verspricht, so viel Geld. Dass das jedoch nicht funktioniert, merken viele Menschen erst nachdem sie bereits zig verschiedene dieser „Wunderpillen“ getestet haben. Literatur zum Thema „Wie führe ich ein selbstbestimmtes, erfülltes Leben“ gibt es in Hülle und Fülle. Woran es aber bei den meisten scheitert, ist ein anderer Punkt, nämlich dass sie niemals damit anfangen, irgendetwas (anders) zu machen und es dann auch kontinuierlich beizubehalten. Wie soll sich etwas in deinem Leben ändern, ohne dass du etwas änderst?

Schöne Worte, aber keine Taten!

Klar ist einer der Schlüssel für ein selbstbestimmtes, glückliches Leben dein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Aber von heute auf morgen, wirst du kein langfristig erfülltes, selbstbestimmtes Leben realisieren können.

Wenn du wirklich deinen ureigensten Weg gehst, den Weg deines Herzens, bist du damit vollkommen und zwar Zeit deines Lebens ausgelastet. Es ist ein Weg der deine volle Aufmerksamkeit und immenses Durchhaltevermögen verlangt.

 

Der erste Schritt. Fang an! Fang einfach an!

Wenn du mit etwas beginnst, dann kontinuierlich am Ball bleibst, es also konstant „tust“, wirst du an deinem Ziel ankommen. Jedes Ziel, das du mit eigenständiger „harter“ Arbeit erreichen kannst, wirst du so realisieren können. Dabei spielt es keine Rolle wo du anfängst und was du genau tust. Wichtig ist, dass du den ersten Schritt machst und den Stein ins Rollen bringst. Lauf einfach los. Damit gibst du dem Leben die Chance sich zu entwickeln. Denn du entwickelst dich mit jedem Schritt weiter und das Leben öffnet dir mit jedem deiner Schritte weitere Türen.

Es ist ähnlich wie bei einer Kettenreaktion: Wenn die erste Energie aufgebracht wurde und die Lawine einmal losgetreten wurde, geht der Rest fast von alleine.

Die meisten Menschen wagen schon diesen ersten Schritt nicht. Sie tun das, was alle tun, weil „man das ja so macht“. Überall hörst du: „Fall nicht auf! Tanze nicht aus der Reihe!“

 Selbst die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt.

 

Der Wegweiser

Ein der wichtigsten Wegweiser auf deinem Lebensweg sind deine guten Gefühle. Tust du das, was dir Freude bereitet, das was dich von Herzen erfüllt, bist du auf dem richtigen Weg. Dein Gefühl wird dich immer wieder darauf hinweisen, wenn du vom Weg abkommst, nämlich genau dann, wenn du über längere Zeit hinweg schlechte Gefühle verspürst. Das geht so weit, dass du z. B. längere Zeit unglücklich bist und dich dann fragst, warum das so ist.

Wenn du das beachtest und bei längerfristigen schlechten Gefühlen Kurskorrekturen vornimmst, wirst du immer wieder auf den Weg des Herzens zurückkommen. Es ist wie dein eingebauter Kompass.

So gut wie niemand wird dauerhaft in eine Richtung gehen wollen, die ihm schlechte Gefühle bereitet, also keinen Spaß macht. Daher keine Sorge, wenn du vom Weg abkommst, wirst du es merken.

 Gefühle wissen besser als dein Verstand, was gut für dich ist.

 

Es gibt keinen falschen Weg

Kein Weg, den du gehst, wird umsonst sein. Keine Entscheidung, die du getroffen wirst, wird falsch sein. Denn sogar wenn du dich in die falsche Richtung bewegst, wird dir das langfristig weiterhelfen und Erfahrungen bringen. Du weißt dann schon einmal sicher, dass das nicht die richtige Richtung für dich ist. Denke daran, wie im ersten Punkt schon gesagt, mit jedem Schritt lernst du dazu, mit jedem Schritt entwickelst du dich weiter.

 Es gibt keine Fehler, sondern nur Feedback und das führt immer zu Erfahrung.

 

Tu was du willst, aber handle zum Wohle aller

Nichts ist grundsätzlich an egoistischem Handeln auszusetzen. Die Gesellschaft hat diesem Wort ein negatives Etikett aufgeklebt. „Sei nicht egoistisch. Tu das nicht, tu diese nicht. Bla! Bla! Bla!“

Was Menschen so gut wie nie bedenken: Sogar wenn du etwas für andere tust, z. B. wenn du anderen dienst, bist du im Grunde genommen egoistisch. Denn du tust es weil du entweder Angst bzw. Schmerz (= schlechte Gefühle) vermeiden willst oder weil es dir ein gutes Gefühl (z. B. Freude) gibt.

Es gibt nur diese 2 Pole. Daher bin ich für meinen Teil immer noch lieber ein Mensch, der etwas aus Freude macht und damit als Egoist gilt. Wie du vielleicht selbst aus eigener Erfahrung weißt, als du wirklich glücklich und zufrieden warst, wolltest du niemandem etwas böses oder schlechtes. Wenn du etwas längerfristig nicht tust, nur um schlechte Gefühle zu vermeiden, führst du ein fremdbestimmtes Leben. Denn so kannst du nie deine eigenen Werte und Träume leben und auch nie deine eigenen Erfahrungen machen.

 Etwas zu tun, einfach des Handelns wegen, ist langfristig immer gesünder für dich, als eine Vermeidungsstrategie. Vermeidungsstrategie heißt, etwas nicht zu tun, um Schmerz bzw. Angst zu vermeiden.

Damit sitzen wir alle im selben Boot und jeder versucht nur das Leben möglichst gut zu meistern. Dem einen gelingt das besser, dem anderen vielleicht schlechter. Trotzdem sind wir alles Lebewesen des gleichen Planeten. Also sollten wir uns auch so verhalten.

 Behandle dich und andere immer so gut wie möglich!

 

Hinterfrage kritisch die äußeren und auch deine eigenen inneren Stimmen

Kreativität und Genie findet außerhalb des gegebenen Rahmens statt.

 Neue Wege kannst du nur entdecken, wenn du sie auch gehst. Auf bereits begangenen Pfaden, wirst du keine neuen Entdeckungen machen.

Ratschläge bekommst du häufig. Aber wirklich gute, sehr selten. Die meisten Menschen wollen dich zumeist nur für ihre eigenen Belange einspannen. Deshalb ist es ja so wichtig auf dein Herz zu hören. Wenn du auf Leute hörst, dann auf Meister ihres Fachs. Menschen, von denen du direkt etwas lernen bzw. abschauen kannst. Menschen, die dir lehren an dich selbst zu glauben. Menschen, die deinen Horizont erweitern.

Du solltest auch deine inneren Stimmen überprüfen. Oft hast du Stimmen von anderen Menschen, die du oft genug gehört hast, einfach in dein Leben übernommen und sie dadurch zu einem eigenen Glaubenssatz gemacht. Du denkst vielleicht, es handelt sich bei diesen Stimmen um Tatsachen, weil du vergessen hast, dass dir diese Stimmen von einer andere Person (in deiner Kindheit) mitgegeben wurden. In Wirklichkeit handelt es sich um den Glaubenssatz des anderen und das heißt noch längst nicht dass dieser für dich genauso gilt. Wir sind Individuen. Jeder Mensch hat andere Stärken.

 Guter Rat war schon immer teuer.

 

Gib niemals auf

Für mich persönlich der allerwichtigste Punkt auf dem Weg zu einem selbstbestimmten, glücklichen Leben. Es ist unvorstellbar wichtig, dass du einfach kontinuierlich handelst und niemals aufgibst. Die richtige Richtung wirst du dann im Laufe des Weges entdecken.

Vielleicht ändert sie sich sogar ein paar Mal auf deinem Weg. Das alles ist völlig normal. Das einzige Beständige im Leben ist die Veränderung.

 Du scheiterst nicht, wenn du hinfällst, sondern wenn du liegen bleibst.

 

Arbeite an der Flexibilität deines Denkens und deines Verhaltens

Wenn du einmal nicht weiterkommst, dann tue etwas anderes. Ändere die Richtung. Gehe vielleicht noch einmal einen Schritt zurück und nimm eine andere Abzweigung. Zehnmal gegen die Wand zu laufen, hat noch niemals eine Wand überwunden. Klüger wäre es, eine Tür zu suchen. Oder ändere deine Sichtweise. Die Lösung eines Problems liegt oft darin den eigenen Standpunkt zu ändern.

Du kannst deine Flexibilität trainieren, indem du beständig neue Dinge ausprobierst. Du kannst das Neue (= Unbekanntes, z. B. Veränderungen) im wahrsten Sinne des Wortes zu deinem Freund machen. Das mag im ersten Augenblick für dich ungewohnt sein. Logisch, Ungewohntes tun, ist nun einmal ungewohnt.

 Nur wer außergewöhnlich denkt und handelt, wird Außergewöhnliches erleben.

Der große Vorteil daran ist, wenn du die Veränderung lebst, bevor sie eintritt und das ist unvermeidlich, wird sie ihren Schrecken verlieren. Du wirst mit jeder Form von Herausforderung im Leben besser umgehen können.

 Was immer starr ist, wird irgendwann zerstört werden. Sei lieber wie Wasser. Kein Messer kann es schneiden, aber jeden Stein kann es im Laufe der Jahre überwinden.

 

Die Meisterschaft eines selbstbestimmten, erfüllten Lebens

Meisterschaft tritt nach Jahren deiner persönlichen Entwicklung ein. Wenn du einfach lange genug deinem ureigensten Weg gefolgt bist. Wenn du einmal anfängst und beharrlich deinen Weg gehst, wirst du irgendwann bei der Meisterschaft landen. Klar, es erfordert Jahre des Übens.

Aber viel wichtiger ist doch, dass die Meisterschaft bzw. Genie auf einem Gebiet nicht nur wenigen Menschen vorbehalten ist, sondern für jeden erreichbar ist. Sie ist für jeden Menschen möglich, der beharrlich seinen ureigensten Weg geht und sich von nichts und niemandem aufhalten lässt. Meisterschaft ist nichts anderes als über Jahre hinweg praktiziertes und nie endendes Üben.

Aus Tun folgt zuerst Erfahrung, Selbstvertrauen und Spaß. Langfristig bei der Sache zu bleiben führt dann zu Kompetenz und dann irgendwann zur Meisterschaft.

 Ein Meister ist nichts anderes als ein endlos Übender.

 

Vergiss nie: Solange du handelst und dich dabei veränderst, bist du auf dem Weg und dieser Weg ist bekanntlich das Ziel.

 

Peace!

PS: Ganz nebenbei erwähnt: Vielleicht ist es dir schon einmal aufgefallen, Menschen die nach Selbsterkenntnis und Selbstverwirklichung streben, entwickeln ein enormes Verständnis für ihre Mitmenschen. Sie lernen vieles über sich und ihre Unvollkommenheit (= Fehler, Schwächen). Daher gestehen diese Menschen auch allen anderen Lebewesen Fehler und Schwächen zu.

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6 comments

  1. “ Ein Meister ist nichts anderes als ein endlos Übender.“
    sehr geniales Zitat!

    Ich sehe das wie du. Ohne Handeln ist jede Planung wertlos. Erst durch’s Erleben und Erfahren lernen wir wirklich, was es bedeutet, zu leben: Nämlich durch eigene Erfahrungen, deine eigenen Wege zu finden, wie das Leben für dich funktioniert.

    Jedes Lehrbuch und jeder Ratgeber ist super – aber total wertlos, weil du deine eigenen Wege finden musst, diese Ratschläge in die Tat umzusetzen 🙂

  2. Danke, danke Micha! 🙂

    Ich habe es an anderer Stelle glaube ich, schon einmal erwähnt:
    Ein sehr lesenswertes Buch zu der gesamten Thematik „persönliche Meisterschaft und eigenes Genie entwickeln“ ist das Buch „Mastery / Perfekt“ von Robert Greene.

    Ich sehe es wie du. 😉 Ein „erweitertes“ Bewusstsein heißt für mich u. a.
    auch die Neugier wieder zu entdecken und sich voller Tatendrang und Wissensdurst
    ins Unbekannte zu stürzen.

    Das Leben hat so viel zu bieten, wenn es mit der richtigen Einstellung betrachtet wird.
    Es gebt so viel zu tun, so viele Möglichkeiten, so viel zu erleben…

    Wie Kinder, sie handeln einfach und gehen in einer Handlung vollständig auf.

    Danke für dein Interesse an meinem Blog.
    Lass es dir gut gehen!

  3. Lieber Jens, ich finde diesen Artikel sehr gelungen.
    Ich kann dir in vielen Punkten nur recht geben, besonders in dem Punkt, dass du sagst es gibt kein Scheitern, nur Feedback. Das ist ja ein klassisches NLP-Axiom, ein Glaubenssatz also.
    Das Ganze basiert, finde ich persönlich, auf dem T.O.T.E-Modell, also test-operate-test-exit…also das immer wieder probieren und danach reflektieren, ob dies funktioniert hat, oder nicht. Wie siehst du das?

    1. Danke für deinen Kommentar Johannes.

      Ja, in der Tat. Es handelt sich hierbei um ein klassisches NLP-Axiom.
      Das T.O.T.E-Modell kenne und ich sehe hier eindeutig viele Gemeinsamkeiten.

      Dass es darauf beruht, so weit würde ich jetzt allerdings nicht gehen. Es spielt hier aber sicherlich auch mit rein.
      Ich schreibe auf meinem Blog alles aus meinen bisher gesammelten Erkenntnissen und die gehen weit über das klassische Modell von NLP hinaus bzw. ich lebe NLP, wie Richard Bandler es wahrscheinlich ursprünglich gedacht hatte.

      Ich schaffe mir mein eigenes Modell, indem ich ständig dazu lerne und mir von allen Personen, die mir begegnen, von allen Büchern, die ich lese und von allen Erfahrungen, die ich mache, die Strategien rausziehe, die am besten für mich funktionieren.

      Diese Strategie des „beste Strategien Klauens“, die im NLP Modelling genannt wird, habe auch nicht vom NLP, sondern die wurde mir schon Jahre vorher bewusst. Ganz einfach durch Beobachtung und Ausprobieren. Wie Kinder eben.

      Für mich ist es logisch, dass wenn ich etwas gut machen möchte, dass ich erstmal von denen Menschen lerne, die das schon so machen, wie ich es gerne machen möchte.

      Hierbei ist allerdings ganz wichtig zu beachten:
      Das Ziel sollte nie sein, so zu werden, wie der/die/das Vorbild, sondern sich immer weiterzuentwickeln und nur die Strategien zu nehmen, die auch wirklich nach dem eigenen Testen für einen selbst funktionieren.

      Wobei ich dazu sagen muss, dass mir alles, was ich hier schreibe, das Leben auch erst einmal schmerzhaft lehren musste. Ich war mit ca. 16 Jahren an einem Punkt angelangt, wo ich mein Leben, als total fremdbestimmt bezeichnen würde und ich mich innerlich daher vollkommen zerissen fühlte und zutiefst unglücklich war.

      Erst auf dem Höhepunkt bzw. besser gesagt auf diesem Tiefpunkt begann ich mein Leben mit einer endgültigen Entscheidung (für mein eigenes persönliches Glück, das ich bis zu diesem Zeitpunkt immer unter das Glück der anderen gestellt hatte) selbst in die Hand zu nehmen. Mit dieser Entscheidung machte ich Selbstbestimmung, (innere/geistige) Freiheit und persönliches Glück zu meinen höchsten Werten. Von da an offenbarte mir dann das Leben nach und nach seine verborgenen Weisheiten und wird es wahrscheinlich bis zu meinem letzten Atemzug tun (und darüber hinaus vielleicht auch noch)… 🙂 🙂

  4. hi jens. sehr guter beitrag 🙂

  5. Ich grüße und danke Dir für den Artikel.

    Ein inhaltlich guter und gut gegliederter Artikel. Läng ist er, gewiss. Aber lohnenswert und zur eigenen Reflektion empfehlenswert. Ich bin erstmals hier und ich hoffe ich darf mit konstruktiver Kritik bereichern:

    Die Überschriften im Text könnte man am Ende des Artikels nochmals zusammenfassen. Evtl. als farblich hervorgehobene, aufmerksamkeitsziehende Box. CSS, Ihr kennt Euch aus. Sozusagen als zusammenfassender „Bewusstmacher“, als Résumé der Inhalte.

    Das wäre doch ein kleine, feine Erinnerung und Manifestierung an das Geschenk, welches der Autor dem Leser in die Hand gegeben hat, um ihn mit diesem Geschenk in Betracht zu überlassen.

    Seid gegrüßt!

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