Das Leben als Metapher und ein Beispiel aus meinem Leben

Du hast die Möglichkeit alles was dir im Leben widerfährt als Metapher für deine Entwicklung zu sehen. Denn sogar aus negativen Situationen und Geschehnissen kannst du eine wertvolle Erfahrung gewinnen. Du musst sie nur suchen. Denn wer suchet, der findet! 🙂

Deshalb:

Suche nach dem Geschenk, der wichtigen Erkenntnis in jeder Erfahrung, die du machst und auf einmal wird sich deine Sicht auf das Leben drastisch ändern.

Frage dich in jeder Situation, besonders auch in den „negativen“: Was wollte mir das Leben damit zeigen? Was sollte ich aus dieser Situation lernen?

Damit richtest du deinen Fokus der Aufmerksamkeit automatisch auf die Lernerfahrung in jeder Situation. Gleichzeitig wird dabei dein Fokus von den negativen Gefühlen abgezogen und wieder neu ausgerichtet. Damit verlieren die schlechten Gefühle die Kontrolle über dich. Du denkst dir dann z. B.: Aah, danke für diese Erfahrung! So habe ich die ganze Sache noch gar nicht gesehen. Das erweitert deinen Horizont, was wiederum eine Bewusstseinserweiterung zur Folge hat.

Dadurch wird dein Fokus automatisch auf persönliches Wachstum ausgerichtet.

Fokus ist bekanntlich eine der wichtigsten Punkte auf dem Weg zu einem glücklichen, selbstbestimmten Leben.

Erfahrungen, die aus (neuen) Situationen und Geschehnissen resultieren, sind die Sprache des Lebens. Das Leben kommuniziert dauernd mit dir. Sei es in Form der Intuition oder in Form von bestimmten Situationen, in die du gerätst.

Daher auch das Zitat:

Erfahrung ist Weitsicht; alles andere ist Information.

Genau deswegen gibt es auch keine Fehler, kein Scheitern oder falsche Entscheidungen. Du kannst immer etwas lernen!

Je mehr Erfahrungen du machst, desto mehr gewinnst du an innerer Stärke und Weisheit (= persönliches Wachstum, Bewusstseinserweiterung, daher auch der Begriff „Persönlichkeitsentwicklung“).

Deshalb gibt es in meinem Leben einen Punkt, der besonders zählt, nämlich möglichst viele verschiedene Erfahrungen zu machen.

Der natürliche Weg des Lebens ist einfach und leicht. Du bist glücklich ganz von alleine.

Immer wenn dem nicht der Fall ist, frage dich: Warum ist das so? Was will mir das Leben mitteilen?

Als Beispiel habe ich eine Situation aus meinem Leben für dich, die sich vor Kurzem so zugetragen hat:

Ich war seit längerer Zeit mal wieder alleine unterwegs. Ich wollte einfach mal alleine für mich sein, aber nicht zu Hause, sondern unter Menschen. Sonst bin ich meistens von einer Schar von Freunden und Bekannten umgeben. Das war hier nicht der Fall. Es war herrlich! Allgemein spüre ich in letzter Zeit immer mehr, was es heißt zwar für sich alleine zu sein, aber dennoch mit allen anderen Lebewesen dieses Planeten auf irgendeine Art und Weise verbunden zu sein. Ich weiß, das mag sich für den einen oder anderen verrückt anhören, dennoch fühle ich es so. Klar, ich war zwar alleine unterwegs, habe mich aber nicht so gefühlt. Das ist schwer zu beschreiben. Es ist eine gewisse Ruhe, die einen umgibt. Es fühlt sich an, als seiest du genau da zu Hause, wo du gerade bist, auch wenn du niemanden kennst und die Location gar nicht dein zu Hause ist. Es kamen auch keinerlei solcher negativer Gedanken in mir hoch. Ich habe es genossen die Menschen zu beobachten und einfach unter ihnen zu sein.

Diese innere Ruhe spürte ich zuletzt vor ein paar Jahren, als ich mit ungewisser Zukunft nach meinem Abitur und nach dem Zivildienst nach Berlin zog um herauszufinden, wie mein weiteres Leben verlaufen sollte, da ich damals keine Ahnung hatte.

So bin ich dann eben gestern alleine mit einem Buch losgezogen um etwas zu frühstücken.

Es war bereits 14 Uhr. 🙂

Gleich beim Reingehen fiel mir ein Mann auf, der mit seinem Laptop in der Ecke saß und irgendwie meine Aufmerksamkeit erregte.

Ich wollte sofort wissen, was diesen Mann mit Laptop hier sitzen ließ. Mir gingen Gedanken durch den Kopf wie: Was macht er beruflich? Warum hat er einen Laptop dabei?

Ich setzte mich neben ihn und beobachte ihn unauffällig. 🙂 Als sein Telefon klingelte, schnappte ich ein paar Gesprächsfetzen auf. Gedanklich kombinierte ich alle Einzelheiten, die ich von ihm wahrnahm, mit dem was ich am Telefon hörte.

Für mich war intuitiv klar, dass er Versicherungsmakler war. Er hatte nämlich auch keinen Anzug an, sondern war relativ leger gekleidet. Mit Anzug hätte es mehr auf einen Vertreter hingedeutet.

Desweiteren für diese These sprachen Dinge, die ich beim Telefongespräch aufschnappte, wie:

Auto anmelden, auf wen ist das Auto zugelassen, komm‘ zu mir zum Vertrag aufnehmen.

Alles Dinge, die dafür sprachen, dass ein Kunde am Telefon war, der fragte, wie das beim Zulassen eines Fahrzeugs mit seiner Versicherung ablief.

Da ich selbst gelernter Kaufmann für Versicherungen und Finanzen bin, war die Sache für mich klar, dieser Mann musste ein Versicherungsmakler sein. Hunderprozentig sicher war ich mir dennoch nicht.

Leider traute ich mich in diesem Augenblick nicht meine Thesen zu überprüfen und den Mann einfach zu fragen und genau da kommen wir auf den springenden Punkt. Ich ärgerte mich innerlich ein wenig über mich selbst, dass ich es nicht getan hatte.

Mein Hauptgedanke war: „Ich will den Mann nicht stören.“

Als der kleine Ärger verflogen war, vertiefte ich mich in mein Buch, das ich dabei hatte. „Mastery“ von Robert Greene (deutscher Titel: „Perfekt“). Übrigens sehr zu empfehlen, was ich nach den ersten 50 Seiten, die ich damals schon gelesen hatte, bereits sagen konnte. Robert Greene legt in diesem Buch Erfolgsstrategien bekannter Persönlichkeiten und Genies dar und beweist sie anhand ihres Lebensverlaufs und anderer Informationen und zeigt dir dadurch wie du zu deiner Lebensbestimmung finden und dein eigenes Genie entwickeln kannst. Als Beispiel wird klar, dass Intuition und der Mut den eigenen Weg zu gehen zu den Schlüsseleigenschaften eines Genies gehören. Ich gehe davon aus, dass es viele Überschneidungen zu dem Genius Workshop, den Chris Mulzer (siehe meinen Artikel zum Thema Genialität) entworfen hat, gibt. Das spürte ich bereits nach den ersten Seiten, vor allem da ich mittlerweile auch einige geniale Köpfe auf ihre Erfolgsgeheimnisse hin selbst analysiert habe. Es kommen tatsächlich immer ähnliche Strategien und Eigenschaften zu Tage.

Jetzt zum springenden Punkt und so wie ich es aufgefasst habe:

Nachdem der Mann weg war, setzte sich ein älterer Herr, ich schätze um die 80 Jahre, an einen Nebentisch. Er nahm mich mit seiner Begleitung sofort wahr, das merkte ich an seinen Blicken.

Dieser Mann hatte eine sehr gütige Ausstrahlung.

Dieser Mann sollte in diesem Fall „mein Meister“ werden. Das Leben gab mir quasi einen kleinen Wink, aus dem ich etwas lernen sollte. 🙂

Irgendwann nämlich nach einiger Zeit, fragte mich der ältere Herr einfach: „Ob ich schon mal in Alaska war?“ Das stand auf meinem Pullover. Daraufhin erzählte er mir ein wenig von seinen Lebenserfahrungen und dass er schon mal in Alaska war.

Kurz nachdem die Unterhaltung beendet war, kam mir folgender Gedankenblitz, für den ich Dankbarkeit, empfand: „Das war doch eine Metapher. Ich traute mich nicht zu fragen. Der andere zögerte nicht und tat es einfach.“

Was sollte ich aus der Geschichte lernen?

Der ältere Herr zögerte keine Sekunde, so wirkte es zumindest und fragte mich einfach. Wahrscheinlich einfach weil er neugierig war und weil er vielleicht etwas loswerden wollte. Es wirkte in keiner Art und Weise störend. Er wirkte allgemein wie jemand, der sehr mit sich im Reinen war, das spürte ich einfach an seiner positiven Ausstrahlung, die in unseren Breitengraden bei älteren Menschen leider nicht gerade normal ist. Er sah zwar älter aus, ich schätze mal um die 80 Jahre, vielleicht auch älter, er war aber definitiv geistig noch voll auf der Höhe.

Dieser Mann war also „mein Meister“! Danke Leben, für diese Lektion!

Deswegen nahm ich mir daraufhin auch wieder mehr vor, auf die Zeichen des Leben bewusst zu achten. Denn das Leben spricht jederzeit zu dir.

Es spielt auch gar keine Rolle, ob es tatsächlich so ist oder nicht, ich glaube daran und es gibt mir ein gutes Gefühl, folglich kann ich damit richtig gut leben. 😉

Diese Geschichte soll dir als konkrete Anregung dienen, das Leben und Situationen, in die du gerätst, auch mal anders wahrzunehmen und damit dein Bewusstsein positiv zu verändern. Mit diesem Bewusstsein, in dem du dich immer wieder fragst, was du aus den Geschehnissen lernen sollst, wirst du dein Leben mit jedem Geschehnis um eine wertvolle Lebenserfahrung reicher machen.

Danke für`s Zuhören!

Peace, Love and Fun.

 

1 Kommentar zu „Das Leben als Metapher und ein Beispiel aus meinem Leben“

  1. Genau das ist die Art, wie wir Antworten bekommen. Wir müssen nur lernen hinzuhören oder hinzuschauen, denn vieles entgeht uns schlichtweg, weil wir lieber in unseren Gedanken der Beschränkung kreisen als zu sagen „Ok, das beschäftigt mich gerade – wo ist der Spiegel?“ Das kann ein Gesprächsfetzen sein, den du aufschnappst, eine Zeile aus einem Werbeplakat, auf das du plötzlich schaust, oder ein Mensch, der dich an jemanden erinnert und der widerum… Schau einfach hin.

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