Der Schlüssel zu einem stabilen Selbstwertgefühl

Der Schlüssel zu einem stabilen Selbstwertgefühl ist die Kunst, nichts abzulehnen und alles als Teil des Ganzen anzuerkennen.

Warum solltest Du auch irgendetwas ablehnen? Alles gehört schließlich zum Leben in seiner Gesamtheit.

Hä, warum das denn? Ganz einfach!

Ich erkläre es Dir: Es ist die beste Einstellung, die Du zum Leben haben kannst.
Überleg doch einmal, was sich für „Probleme“ für Dich ergeben, wenn Du Dich irgendeine Deiner Eigenschaften ablehnst. Dann musst Du diese immer vor der Außenwelt verstecken, damit diese Deine Unvollkommenheit nicht wahrnehmen können. Das kostet Dir unheimlich Kraft diese Maske aufrecht zu erhalten, da Du immer darauf achten musst, dass Du nicht ein falsches Wort sagst bzw. dass niemand Deine Schwäche entdeckt. Was für ein Aufwand den Du hier betreibst. Das alles nur aus Angst, dass jemand Deine menschliche Unvollkommenheit entdecken könnte.

Sei doch froh, dass Du unvollkommen bist, da Du sonst eine Maschine wärst! Totale Perfektion würde Deine Gefühle töten! Immer wenn irgendwas kontinuierlich auf einem Niveau bleibt, entsteht Langeweile. Deswegen ist das Leben ja Veränderung, da Dich sonst die Langweile längst getötet hätte.

Weil Du Deine Unvollkommenheit nicht anerkennst, setzt Du Dich innerlich immer unter Druck und musst diesem Bild von Dir entsprechen. Falls Du es einmal nicht tust, bist Du sofort enttäuscht von dir bzw. sauer oder wütend auf Dich selbst, da Du Deine eigenen Erwartungen an Dich selbst nicht erfüllt hast.

Was für ein Schwachsinn! Was meinst Du? Warum solltest Du Dich innerlich so unter Druck setzen, wenn es auch wesentlich einfacher geht?

Ich für meinen Teil erscheine lieber in den Augen der anderen Menschen als andersartig und ungewöhnlich, habe aber dafür keine Erwartungen an mich selbst und lebe damit wesentlich leichter. Da ich dann nicht ständig meinem perfekten Selbstbild entsprechen muss und diesem gleichzeitig niemals gerecht werden kann.
Aus allen Erwartungen, die Du an Dich oder andere Menschen stellst, ziehst Du automatisch das Unglück an, die schlechten Gefühle. Denn Erwartungen können nie vollkommen erfüllt werden. Das Leben ist vollkommen und unvollkommen zur gleichen Zeit. Die schlechten Seiten, Fehler, Schwächen gehören genau so zum Leben wie die Stärken und die guten Seiten.

Sobald eine Seite der Medaille da ist, existiert automatisch auch die andere Seite. Jeder Pol hat seinen Gegenpol: Tag und Nacht, warm und kalt, arm und reich. Das alles ist auf Gesetze zurückzuführen, die ich in einem anderen Beitrag näher beleuchten werde. Es gibt nämlich noch mehr dieser Gesetze, die eindeutig erfahrbar vorhanden sind, dessen sich aber die wenigsten bewusst sind.
Zurück zum Thema.

Alles als Teil des Ganzen anzuerkennen heißt in diesem Zusammenhang, das alles seinen Sinn für das Leben im Ganzen hat. Sowohl der kleinste Stein, der ärmste Mensch und der dünnste Grashalm, als auch der größte Baum und der bekannteste Mensch. Wir sind alles Bewohner dieser Erde und Individuen dieses Universums und bedingen uns gegenseitig.

Wir brauchen die Bäume und Pflanzen, damit wir Sauerstoff zum Leben haben. Alles ist ein natürlicher in sich vollkommener Kreislauf, der auch das Unvollkommene beinhaltet. . Perfekt von der Natur so eingerichtet. Was sollte daran „verkehrt“ sein? Erst die Menschen mit ihrem ständigen Vergleichen erschaffen sich selbst die Probleme!

Hast Du schon einmal eine Baum gehört, der meinte: „Warum nur bin ich ein Baum? Ich möchte lieber eine Rose sein!“ Jeder gibt genau sein Bestes, für genau das, wofür er hier ist. Die Vögel singen ihre Lieder, die Bäume und Pflanzen blühen.

Warum vergleichen wir uns Menschen nur  immer wieder? Wo das Vergleichen aufhört, fängt das Glück an! Da dann der Druck besser sein zu wollen, als andere bzw. sich manchen gegenüber unterlegen zu fühlen aufhört. Genau dann kannst Du das Tun, Erschaffen, Sein, wofür du vom Leben gedacht bist, Dein persönliches Sein, Deine Individualität mit all seinen Facetten auszudrücken. Worin auch immer Deine Individualität besteht.

Es geht im Leben nicht darum besonders nützlich zu sein. Es geht darum Deine persönliche Bestimmung zu Leben und die kennst nur Du selbst. Es ist das, was Dich von Herzen erfüllt. Es ist das, was Du mit guten Gefühlen tun kannst. Es ist das, wofür Du brennst!

Also fange an das anzuerkennen, was gerade ist. Aus jeder Lebenssituation kannst Du etwas lernen. Du musst Dich nur auf die Suche nach diesem Sinn der unterschiedlichen Lebenserfahrungen machen. Dann wirst Du ihn auch entdecken. Zumeist hast Du etwas wichtiges für Dein weiteres Leben gelernt.

Stelle Dir immer wieder selbst die Frage: „Was will mir das Leben damit sagen? Worin liegt der tiefere Sinn? Worauf will mich das Leben damit hinweisen?“

Also zuerst einmal erkenne das an, was ist und dann fange an, es zu verändern. Sofern es möglich ist und Dir nicht gefällt.
Aber lasse die ganzen Entschuldigungen, dass Du es nicht kannst und höre mit den Schuldzuweisungen auf!

Entweder Du selbst änderst etwas und wenn es nur Deine Sichtweise auf die Dinge ist, denn das ist immer möglich, oder es wird sich nie etwas ändern! Siehe Dir hierzu den Beitrag „Die ultimative Problemlösungsstrategie“ auf diesem Blog an.

Sobald in Zukunft Neid in Dir hochkommt, z. B. auf das neue Auto des Nachbarn, dann weißt Du das es Zeit ist deine Gedanken zu überprüfen. Es ist deine eigene Einstellung, die diesen Neid erzeugt. Deine Einstellung des Mangels. Du denkst, Dir fehlt etwas, weil Du Dich vergleichst. Weil Du Dich in Wahrheit besser fühlen willst und ihm deshalb das neue Fahrzeug nicht gönnst. Damit könnte er Dir ja finanziell und an gesellschaftlicher Anerkennung „überlegen“ sein. Das bedeutet im Grunde nichts anderes, dass Du einen Minderwertigkeitskomplex hast. Dir fehlt es an Selbstwertgefühl. Wer glücklich ist und ein selbstbestimmtes Leben führt, braucht keine Bestätigung von außen, sondern zieht die Bestätigung aus sich selbst, da er nämlich fähig ist, das zu tun, was er wirklich von Herzen tun will. Das gibt Dir genügend Selbstbestätigung und ein stabiles Selbstwertgefühl. Siehe hierzu den Beitrag „Das selbst erschaffene Gefängnis“.
Du wirst das, was Du denkst. Wenn Du in einem Bewusstsein des Mangels lebst, wirst Du immer Mangel empfinden. Hier fehlt Dir das, dort fehlt Dir das, um wirklich glücklich zu sein. Fange einfach an damit glücklich und selbstbestimmt zu leben. Alles beginnt mit der Änderung Deiner eigenen Sichtweise auf Dein Leben.
Du kannst aber auch damit anfangen, erst einmal zufrieden zu sein, mit dem, was gerade ist. Denn es könnte Dir auch immer wesentlich schlechter gehen. Erinnere Dich daran, dass Du z. B. nicht im Rollstuhl sitzt, nicht ans Bett gefesselt bist, ein Dach über dem Kopf und etwas zum Essen hast. Zu SEIN ist ein Geschenk!
Wenn Du mit dem, was ist erst einmal zufrieden bist, dann wirst Du in dem Bewusstsein des Überflusses/Reichtums leben. Dann hast Du alles, was Du zum Leben brauchst und bist einfach grundlos glücklich. Dann wird alles, was zusätzlich dazu kommt ein Bonus, das Sahnehäubchen für Dich sein.

Dann kannst Du Dir auch Ziele setzen und Deine persönlichen Träume versuchen zu erfüllen, denn Du weißt dann, dass es zwar schön wäre diese zu erreichen bzw. zu erfüllen, aber Du machst Deinen inneren Gefühlszustand nicht mehr davon abhängig. Denn genau das ist der Fehler!
Du willst immer das und das. Nichts dagegen einzuwenden, solange Du nicht enttäuscht bist, wenn Du es einmal nicht bekommst. Das Leben wird es Dir geben, wenn es für Dich vorgesehen ist. Falls Du es nicht bekommt, hast Du trotzdem schon alles, was Du zum glücklich sein brauchst, nämlich die „richtige“ innere Einstellung (= Bewusstsein).

Peace, Love and Fun.
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2 comments

  1. „Ich für meinen Teil erscheine lieber in den Augen der anderen Menschen als andersartig und ungewöhnlich, habe aber dafür keine Erwartungen an mich selbst“ – Außer der Erwartung ich selbst zu sein, würde ich dem Zitat hinzufügen. Doch selbst dort sind wir Menschen fehlbar und machen gerne den Fehler, uns anzupassen und zu verstellen. Meiner Meinung nach zählt der Wille, sich seinem wahren Ich anzunähern.

    Ich mag die Perspektive des „Der Moment ist perfekt“. Darin erkenne ich grundlos an, dass dieser Moment perfekt ist, wie er ist. Grundsätzlich mit allen positiven und negativen Attributen. Denn selbst jede negative Eigenschaft hat im Großen Ganzen ja eine positive Auswirkung. Ich denke, du weißt ganz genau wie ich das meine 🙂

    Ein guter Artikel!

    PS: Du kannst in deinem Beitrag gerne direkt auf deine anderen Artikel verlinken, wenn du sie im Text erwähnst! Macht’s leichter für den Leser 🙂

  2. danke für deine Anregungen, Micha und sorry für die späte Antwort…. aber du weißt ja wie das ist, wenn du mit dem Blog schreiben anfängst…. da ist jede Minute kostbar. noch dazu, da ich außer PC ein- und ausschalten relativ wenig Ahnung von Computern und Programmierung etc. habe 🙂 🙂

    Natürlich weiß ich genau, was Du meinst! 😉

    Danke für den Rat mit den Verlinkungen, wie gesagt, ich arbeite gerade erst an diesen Skills 🙂

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