Gastartikel: Erfahrung als Essenz

Es ist doch so klar und trotzdem will es einfach niemand verstehen!

Kurz vorweg, dies ist ein Gastbeitrag der etwas anderen Sorte. Er stammt nämlich ausnahmsweise von keinem Blogger. Ich bewundere die Arbeit von meinen Gleichgesinnten, nur stelle ich persönlich die Sinnhaftigkeit von Seiten zur Hilfe der Persönlichkeitsentwicklung zu einem gewissen Maße in Frage. Versteht mich nicht falsch, ich will nicht sagen, dass es falsch ist, was dort geschrieben wird. Ganz im Gegenteil, man kann es schon fast als Essenz der Thematik betrachten. Vermutlich ist das allerdings genau das das Problem, aber dazu gleich mehr. Nichtsdestotrotz möchte ich mit diesem Beitrag Jens meine Anerkennung für seine bewundernswerte Arbeit schenken. Dabei beziehe ich mich nicht nur auf bewusstmacher.de, sondern vor allem auf die vielen Menschen, denen er im Laufe der Jahre maßgeblich auf dem Weg zu einem erfüllteren Leben verholfen hat.

Eigentlich ist doch alles klar, oder doch nicht? Ich behaupte das meiste Wissen aus dem Feld der Persönlichkeitsentwicklung ist den meisten Menschen bereits bekannt. Sei es durch noch so alte Weisheiten, Sagen, Märchen oder eben aus den gefühlt unendlich vielen Artikeln und Büchern. Je länger man sich mit dieser und ähnlichen Thematiken auseinander setzt, desto öfter stellt man fest, dass es immer auf das gleiche hinaus läuft. Sucht man Antworten auf die großen Fragen wie Wohlstand, Gesundheit, Karriere, Liebe, Glück usw. stellt man schnell fest, dass die Fragen ziemlich viel gemeinsam haben. Genau genommen kann man sogar eine allgemein gültige Antwort finden. Bricht man die Antwort immer weiter runter, so wird diese immer allgemein gültiger und zugleich immer trivialer, bis sie sich ins nichts auflöst.

Meine Erfahrung hat mir gezeigt, das fast alle Menschen ihre Misslagen soweit objektiv beurteilen können, dass sie sich theoretisch selbst aus den Umständen befreien können müssten. Und genau hier sehe ich die Problematik, ich bin davon überzeugt, dass die reine Wissensvermittlung kaum zur persönlichen Entwicklung beiträgt, wenn dann regt sie vielmehr dazu an. Dementsprechend ist die aufwändige Aufarbeitung des Wissens doch nicht umsonst, die Artikel wirken lediglich auf eine ganz andere Art und Weise als wir es eigentlich glauben.

Das Problem liegt im Verständnis der Antwort, spätestens nach genügend fremder Hilfe, haben wir die schon immer in uns getragene Antwort(en) ins Bewusstsein gerufen. Wir glauben auch tatsächlich diese verstanden zu haben, nur leider ist genau dem eben nicht so. Genau genommen kann man sie nämlich unendlich oft neu verstehen. Dem muss ja auch so sein, sonst könnte sie auch nicht für alles, eben unendlich vieles, zutreffen.

Spätestens jetzt dürften so einige Leser verwirrt sein. Es ist mir in diesem Rahmen leider nicht möglich wesentlich weiter auszuholen, aber ich kann andeuten, in welche Richtung das ganze gehen soll. So manch einer kennt den Moment in dem er glaubt etwas Verstanden zu haben. Dabei ist es nur eine Frage der Zeit, hierbei kann es sich um Stunden, Tage, Jahre bis hin zu Jahrzehnte handeln, bis wir eines besseren belehrt werden und feststellen müssen, es zum vorherigen Zeitpunkt doch noch nicht ganz verstanden zu haben. Dieser Prozess wiederholt sich eben bei der Suche nach der Antwort auf die „großen Frage“ unendlich oft.

Im Allgemeinen kann man sagen, dass das Verständnis vor allem mit reellen Erfahrungen im Leben wächst. Daher ist es wie gesagt von äußerster Bedeutung, die Dinge nicht nur zu studieren, sondern sich auf Situationen einzulassen, aus denen sich das Verständnis nähren kann.

erfahrungen machenIch möchte an dieser Stelle gar keine weiteren Ratschläge oder Hilfestellungen geben, da ich davon überzeugt bin, dass es davon schon zu genüge gibt. Lasst euch weiterhin inspirieren, aber vergesst nicht wovon das Wachstum wirklich abhängt. Ich bin davon überzeugt, dass reelle Zeit mit jemandem wie Jens zu verbringen dafür sehr hilfreich sein kann.

Die Antwort ist trivial, deren Verständnis hingegen nicht greifbar…

UncleWayne

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1 comment

  1. Erfahrung als Essenz gefällt mir sehr gut.

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